Merzalben 1973: Gösta Andersson und Bruno Heim verkaufen die ersten sportiven Boots und Stiefel, die sie aus Spanien importiert haben. Wer eine Prognose abgegeben hätte, dass seinerzeit der Startschuss für eine international erfolgreiche Young-Fashion-Schuhmarke gefallen ist, wäre wahrscheinlich nur müde belächelt worden. Zwischenzeitlich werden jährlich mehr als 3,2 Millionen Paar Dockers byGerli Schuhe hergestellt, fast 5.800 Beschäftigte stehen rund um den Globus auf den Gehaltslisten der Produzenten, die für Dockers byGerli tätig sind.

Nach dem Startschuss in 1973 ging die Entwicklung recht schnell. Mit sicherem Gespür für die Trends und Tendenzen des Marktes haben Andersson und Heim die Gerli GmbH, das war zwischenzeitlich die Firmierung, nach vorne gebracht. Schon früh war klar, dass langfristiger Erfolg nach einer starken Marke verlangte. 1986 wurde die Marke „ DOCKERS by Imepiel“ beim deutschen Patentamt registriert und fand schnell beim Schuhfachhandel eine gute Resonanz. Dockers byGerli blieb dem Firmenkonzept, einem Mix von modischer Aktualität, Qualität und Preislagen, die „ budgetfreundlich“ waren, immer treu. Der Handel und die modisch interessierten Endverbraucher honorierten diese Strategie mit Markentreue. Die Marktforscher der Nation haben die Stärke der Marke immer wieder bestätigt. Die Bekanntheit der Marke liegt in Deutschland bei rund 67%.

Nicht nur der deutsche Markt steht zwischenzeitlich im Fokus des Dockers Konzeptes, nahezu 40% der Gesamtproduktion - sprich ca. 1,28 Millionen Paar Dockers byGerli Schuhe - finden ihre Käufer jenseits der Grenzen, in fast allen wichtigen westeuropäischen Märkten.

Ein absolut konsequenter Schritt im Zuge der rasanten Gesamtentwicklung war die Entwicklung einer Damenschuh-kollektion. Zunächst im sportiven Sneaker-Sektor. Zwischenzeitlich werden alle wichtigen jungen Trends abgedeckt. Vom winterfesten, modischen Boot mit trendigen Metallapplikationen bis zur Keilsandale im Sommer. Der Markt und die Kundin haben diesen Weg honoriert, knapp 40% des gesamten Umsatzes werden mit Damenschuhen erzielt.

Nach erfolgreicher Etablierung der Dockers byGerli Damenschuhe ließ der Angriff auf das letzte noch übrig gebliebene große Marktsegment, die Kinderschuhe, nicht lange auf sich warten. Mit gewohnter Konsequenz wurde das anspruchsvolle Feld der Kinderschuhe kontinuierlich aufgerollt. Hier war das Preis-Leistungs-Verhältnis und das konstant hohe Qualitätsniveau fast noch wichtiger als in den klassischen Feldern im Damen- und Herrenbereich. Die Kinder Dockers byGerli Schuhe verbuchen einen Anteil von 10 bis 15% am Gesamtumsatz, mit stetig steigendem Erfolg.

Die steile Karriere der Marke Dockers byGerli ist natürlich auf die Beschaffung nicht ohne massive Auswirkungen geblieben. Der gewaltige internationale Kostendruck führte auch bei Dockers byGerli zu dem Aufbau von Beschaffungsstrukturen in Asien. Spanien spielt zwischenzeitlich nur noch eine mehr als bescheidene Rolle in dem Konzert der Beschaffungsländer. Im Gegensatz zu den meisten Wettbewerbern hat sich Dockers byGerli aber auch in Asien in der Produktion engagiert. Zusammen mit einem koreanischen Partner wurde 2001 in Vietnam eine eigene Fabrik mit 450 Beschäftigten errichtet, die ausschließlich für Dockers byGerli produziert. Weiterhin werden Dockers byGerli Schuhe in China, Thailand und Indien hergestellt. Ein Team von Designern, Modelleuren und Kollektionsentwicklern ist das ganze Jahr unterwegs in den Trendmetropolen dieser Welt und den Fertigungsstätten im Ausland, um die jeweils aktuelle Dockers byGerli Kollektion zu erstellen. Mehrere Techniker sorgen durch Ihre permanente Präsenz in den Produktionsstätten für eine gleichbleibend gute Qualität der Dockers byGerli Schuhe.

Vieles hat sich seit dem Start in 1973 geändert. Konstant geblieben ist der Standort in Merzalben. Hier stehen heute 38 Mitarbeiter auf der Gehaltsliste. Die Erfolge der vergangenen Jahre haben dokumentiert, dass die Marke Dockers byGerli ein weiterhin ausgezeichnetes Wachstumspotential hat. Sportive Mode zu vernünftigen Preisen und in ehrlich guten Qualitäten hat seit 1973 Konjunktur, ein Ende ist nicht wirklich abzusehen.

Zwischenzeitlich wird das Unternehmen in der zweiten Generation geleitet.

 
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